Weinknigge

Worauf es ankommt und was den Genuss ausmacht.

Die Weinauswahl…

Ihr habt Gäste – zu Hause oder im Restaurant? Dann fragt grundsätzlich zuerst Euren Gast nach seinem Weinwunsch.

Ihr seid im Restaurant und habt einen Gast und habt schon gemeinsam ausgewählt? Dann ist es jetzt am Gastgeber zu bestellen oder sich vom Kellner oder Sommelier beraten zu lassen.

Der Wein wird an den Tisch gebracht, das Etikett wird gezeigt und der erste Schluck wird vom Gastgeber genommen. Er probiert und entscheidet, ob der Wein in Ordnung ist oder einen Fehlton hat und signalisiert dies dem Kellner. Dann wird der Wein durch den Kellner eingeschenkt. Auch bei einer weiteren Flasche wird so vorgegangen.

Die Gläser sind gefüllt…

Dann heben alle ihr Glas, schauen sich in die Augen, schwenken den Wein im Glas, nehmen das aufsteigende Aroma wahr und kosten gemeinsam den ersten Schluck. Natürlich darf jetzt gerne über die unterschiedlichen Geschmacksnuancen geredet werden.

Auch der richtige Zeitpunkt zum Anstoßen ist wichtig. Dabei heißt „anstoßen“ nicht, dass die Gläser zusammen gestoßen werden. Man hebt lediglich das Glas und prostet sich gegenseitig zu. Zu Beginn des Essens ist der beste Zeitpunkt, um seine Gläser zu heben und anzustoßen, dabei nimmt der Gastgeber die Vorreiterrolle ein. Während des Essens sollte man mit der Serviette seinen Mund vorsichtig abtupfen, bevor man einen Schluck aus dem Weinglas nimmt. So vermeidet man unschöne Fettflecken am Glasrand.

Wer schenkt nach…

Im Restaurant schenkt immer der Kellner nach. Diesen Part darf auch die Gastgeberin oder der Gastgeber übernehmen, damit die Gäste nicht vor leeren Gläsern sitzen müssen.

Nachgeschenkt wird übrigens – bei Weiß- und Roséweinen – wenn noch ca. 1 bis 2 cm Wein im Glas sind. Dabei gilt es zu beachten, dass der nachzuschenkende Wein dieselbe Temperatur hat. Bei schwerem Rotwein wartet man bis der Gast ausgetrunken hat und schenkt dann nach.

Grundsätzlich gilt, dass die Gäste nicht vor leeren Gläsern sitzen sollten, aber auch nicht zu schnell nachgeschenkt werden sollte. Deshalb vorher immer gerne fragen.

Für einen schön gedeckten Tisch,…

für Weingenuss und um den unterschiedlichen Weincharakteren gerecht zu werden empfehlen wir unterschiedliche Weingläser. So können sich die Aromen des jeweiligen Weines entfalten, denn die Form des Glases beeinflusst die Aromen. Auch die Wanddicke des Kelches ist entscheidend. Feiner Glasrand für feine Weine.

Rotweingläser, z.B. sind größer und bauchiger und bieten somit dem Wein eine größere Oberfläche um mit Sauerstoff in Kontakt zu kommen und so den Geschmack voll zu entfalten.


Burgunder-GlasBurgunder-Glas:

Für reife und hochwertige Rotweine mit wenig Tanninen.


Bordeaux-GlasBordeaux-Glas:

Kräftige und Tannin betonte Rotweine benötigen viel Luft um sich entfalten zu können. Deshalb verwendet man hier bauchige Weingläser.


WeißweinglasRotweinkelch:

Für vollmundige Rotweine.


RotweinkelchWeißweinkelch:

Weißweine brauchen diese „Lüftung“ nicht. Deshalb sind Weißweingläser schmaler und weniger bauchig, um den Wein länger kühl zu halten. Der Weißweinkelch eignet sich für schwere, fruchtbetonte Weißweine oder für mittelschwere Rotweine.


WeißweinkelchWeißweinglas:

Für leichte bis mittelschwere Weißweine oder leichte Rotweine eignet sich ein Glas mit kleinerem Kelch, so dass sich auch für diese Weine das Aroma voll entfalten kann.


Langer oder kurzer Weinglasstiel?

Kurze Stiele bieten eine höhere Funktionalität und werden hauptsächlich im Cateringbereich eingesetzt. Sie sind besser in Industriespülmaschinen zu reinigen und lassen sich auch raumsparender lagern.

Lange und filigrane Stiele unterstreichen die Extravaganz. Gläser mit langem Stiel haben meist ausgeprägte, tief angesetzte Kelche und sind daher besonders für die gehobene Gastronomie und den Weinliebhaber gedacht. Ein langer Stiel verhindert so auch, dass der Wein durch die Hand erwärmt wird. Das Glas wird nur am Stiel angefasst. So hat man auch keine unliebsamen Fingerabdrücke auf dem Glas.

IHR TEAM DER GALERIE DER SINNE