Genussreisen

Tag 11 Freitag

Am Freitag schlendern wir, vor unserer Weiterfahrt, noch einmal durch die engen Gässchen und entdecken einen Keramikkünstler. Wir erstehen ein Bild aus Keramik mit den typischen Häuschen der Region Cinque Terre und Porto Venere.

Dann wird es Zeit, dass wir unser Endziel, Certaldo in der Toskana, ansteuern. An der malerischen Küste entlang und dann Richtung Lucca erreichen wir am späten Nachmittag unser Ziel.

Wir hatten uns eigentlich schon ein B&B ausgesucht. Bei näherer Betrachtung war das aber eher eine Enttäuschung, so dass wir beschließen, zuerst Daniele Tinti, unseren Freund und Winzer, zu besuchen. Der Weg dorthin ist für unser Cabrio eine Qual. Steinig und staubig und mehrmals irregleitet finden wir endlich zum Weingut. Daniele ist mitten in der Arbeit in seinen Weinbergen und wir führen mit seinem Onkel eine nette Unterhaltung. Er gibt uns auch den Tipp, dass oberhalb der Weinberge ein Olivengut von einer befreundeten Contessa ist, die auch Zimmer und Appartements vermieten. Eigentlich möchte ich lieber in ein Hotel – mitten im Ort –wo es auch Nachtleben gibt. Ich lasse mich dann doch überreden es zunächst mal bei der Contessa im „La Poggiolaia“ zu versuchen. Wir kommen an und stehen vor einem riesigen Anwesen. Große geschlossene Eisentore. Nach mehrmaligem Klingeln erscheint eine freundliche Dame.

Christoph bleibt im Auto sitzen und ich frage nach, ob es noch ein freies Zimmer gibt. Ein kurzes Telefongespräch mit der Contessa und ich darf unsere Traumunterkunft anschauen. 2 Stockwerke, 2 Schlafzimmer, 2 Badezimmer, vor und hinter dem Haus eine eigene Terrasse, ein riesiger Pool mit einem Ausblick über die ganzen Weinberge und das inmitten von Olivenhainen. Ein Traum. Der Preis ist dazu noch ein Schnäppchen, da die Saison vorbei ist. Solange wir unser Gepäck auspacken bringt uns die nette Verwalterin einen schönen Korb gefüllt mit allem was man für ein Frühstück wünscht. Und Sie hat uns auch einen wunderbaren Tipp für unser Abendessen. Die „Osteria di Casa di Chianti“. Zu Fuß machen wir uns auf den Weg zu unserem Abendessen, vorbei an Olivenhainen, Weinbergen und an einem kleinen Einkaufsladen. Wir beschließen, dort am nächsten Tag noch frisches Brot für unser Frühstück zu kaufen.

Die Spezialität der Osteria sind handgemachte Pasta, Wild und Trüffel und – was Christoph total begeistert – „Trippa alla Toscana“ – das sind Kutteln in Tomatensoße. Weder mit Kutteln noch mit Trüffel kann man mich locken, aber die Speisekarte ist so abwechslungsreich, dass für jeden Geschmack was dabei ist. Ich entscheide mich für frische Pasta zur Vorspeise und Wildschwein als Hauptgericht. Ein guter Chianti dazu darf natürlich nicht fehlen. Ein Espresso zum Abschluss und wir machen uns wieder zu Fuß auf unseren Heimweg.

Fortsetzung folgt…

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